Willi Otremba
In Willi Otrembas Malerei, handelt sich um ein Zusammenspiel verschiedener Spannungsebenen: Schräglage vor der Wand, schräg begrenztes Format, Farbraum, Raum, Malbewegung. Spannung wird als Im-Moment erfahren. Die Malerei ist aber kein angehaltener Zeitpunkt eines Ablaufs. Die Erfahrung des Im-Moment läßt nach einem anderen Prozeß fragen. Die Malerei geschieht. Die Spannung bleibt Im-Moment und will ertragen werden. Verschiedene – als Bewegung erfahrene – Spannungsebenen sind nicht zu einem einzigen optischen Phänomen zusammenzufassen. Eine eindeutige Trennung zwischen tatsächlichem Ding und dessen optischer Wirkung kann nicht beschrieben werden. Die widersprüchlichen und komplexen Wirkungsweisen lassen einen sinnvollen Schlußpunkt der Wahrnehmung nicht zu. Das Thema ist die Frage: Wo und wie geschieht Malerei?